Aufruf zur Teilnahme am Europäischen Wettbewerb

66. Europäischer Wettbewerb

2019 ist ein entscheidendes Jahr für Europa, denn durch den Brexit und die Europawahl werden die europäischen Karten neu gemischt. Nicht nur in Großbritannien stellen viele die EU in Frage, auch in anderen Mitgliedstaaten  gewinnen kritische Stimmen an Einfluss. Die Entscheidung über die künftige Zusammensetzung des Europäischen Parlaments ist auch eine Entscheidung über die Zukunft der Union.

Der 66. Europäische Wettbewerb will dazu beitragen, dass Kritiker wie Befürworter des europäischen Projektes zu Wort kommen. „YOUrope – es geht um dich!“ – das Motto ist eine Einladung an Schülerinnen und Schüler in Deutschland, sich aktiv für die Zukunft Europas einzusetzen. Die 13 Aufgabenstellungen  bieten dafür vielfältige Anregungen und ermutigen Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen, sich einzumischen: Wofür setzt du dich ein? Was möchtest du für Kinder und Jugendliche verändern? Wie könnt ihr eurer Schule zeigen, wie wichtig Europa für uns alle ist?

Zur Geschichte des Europäischen Wettbewerbs

Der Europäische Wettbewerb ist einer der ältesten Schülerwettbewerbe Europas und begleitet die europäische Integration von Anfang an. Seit 66 Jahren setzen sich Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Schulformen kreativ mit aktuellen europäischen Themen auseinander. Der Schülerwettbewerb entstand 1953 in Frankreich als Projekt der Europäischen Jugendkampagne, dort begann er zunächst als Aufsatzwettbewerb für ältere Schüler zu kulturellen Aspekten der europäischen Integration.

10 1-2 09-0909 Malschule KunstkŠfer Wolfsburg Niedersachsen VereinDoch schon bald wurden auch die jüngeren Kinder zur Teilnahme eingeladen, künstlerische Methoden wurden zugelassen und der Wettbewerb fand nicht mehr nur an einem Tag, sondern schuljahresbegeleitend statt. Die Initiative wurde von einer internationalen Kommission sowie von Nationalkommitees in verschiedenen europäischen Ländern gesteuert und von der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EKGS), dem Europakolleg in Brügge sowie der Europäischen Bewegung unterstützt. Bereits damals war es den Organisatoren wichtig, über Reisepreise den gemeinsamen Austausch mit Schülern aus unterschiedlichen Nationen zu fördern mit dem Ziel, dass sich die Schüler für eine verstärkte europäische Zusammenarbeit einsetzen sollten.

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Schnell nahmen immer mehr europäische Länder am Schülerwettbewerb teil – im Laufe der Jahrzehnte waren es über 30 Länder! Die teilnehmenden Länder vernetzten sich in dem Verein Europe at School – Europa in der Schule. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs öffnete Europe at School sogar Türen für die Zusammenarbeit mit mittel- und osteuropäischen Staaten. Schüler mit ganz unterschiedlichen politischen Vergangenheiten und kulturellen Hintergründen reichten ihre Gedanken und Ideen zum Projekt Europa ein.

Das stetig wachsende Netzwerk Europe at School stand unter der Schirmherrschaft des Europarates und wurde viele Jahre durch europäische Fördergelder unterstützt. Ein Internationales Komitee mit Sitz in Bonn koordinierte die Zusammenarbeit der verschiedenen Länder. Die Gewinner kamen jedes Jahr in internationalen Preisträgerbegegnungen überall in Europa zusammen. Eine Woche lebten und arbeiteten sie mit Jugendlichen aus ganz Europa zusammen. Heute finden diese internationalen Seminare nur noch in Deutschland statt.

Als die EU-Förderung eingestellt wurde, sahen sich viele Länder gezwungen, ihre Teilnahme am Schülerwettbewerb zu beenden. Aktiv engagieren sich heute im Netzwerk noch Kroatien, Griechenland, Österreich, die Slowakische und die Tschechische Republik, einige polnische Regionen und Deutschland.

In Deutschland ist die Europäische Bewegung Deutschland von Beginn an Träger des Wettbewerbs, hier ist der Europäische Wettbewerb fest etabliert und es nehmen jedes Jahr über 80.000 Schüler daran teil. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Auswärtige Amt, die Kultusministerkonferenz, die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident unterstützen ihn als Instrument der europapolitischen Schulbildung.

Ein Kurzfilm bildet die wechselvolle Geschichte des ältesten Schülerwettbewerbes Deutschlands ab:

 

Teilnahme

Für die Teilnahme am Europäischen Wettbewerb ist zunächst die Registrierung der betreuenden Lehrkräfte erforderlich. Sie geben an, wie viele Wettbewerbsbeiträge insgesamt unter ihrer Leitung erstellt wurden. Außerdem können sie die Daten der Schülerinnen und Schüler, deren Arbeiten auf Landesebene eingereicht werden, verwalten. Zum Infoblatt für Lehrerinnen und Lehrer

Schülerinnen und Schüler registrieren sich selbst – aber bitte erst dann, wenn die betreuende Lehrkraft sie dazu auffordert! Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren benötigen das Einverständnis der Erziehungsberechtigten. Gruppen sollten ihre Arbeit gemeinsam anmelden. Zum Infoblatt für Schülerinnen und Schüler

Hier gelangen Sie zur Online-Registrierung.